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ZüriCH Kaleidoskop


In Zürich die Spur der Vergangenheit aufnehmen,

heisst: den Blick für das Personal schärfen,

das hier vorbeikommt. In Zürich graben, heisst:

ein Meter Tiefe Mittelalter, zwei Meter alte

Römer. Zürich, die Bankenstadt, war ihr Zollposten.



               ZüriCH Kaleidoskop. 660 Seiten. Herausgegeben von

               Fritz Hirzel. Kaleidoskop. Paperback. Zürich 1994


Der faszinierende Blick auf Frauen und Männer, auf

Strassen, Plätze und Häuser, auf ihre Geschichten, Wahrheiten

und Lügen.

      1994 an der Bahnhofstrasse, bei der grössten

Geldwaschaffäre aller Zeiten. Oder 1916 an der Spiegelgasse,

wo Lenins Frau das Fenster erst nachts öffnen kann,

weil‘s aus der Wursterei nebenan derart stinkt.

      Was Alfred Hitchcock 1972 im Baur au Lac  – „nicht für

das Tonband!“ – gesagt hat. Oder Sigmund Freud im Burghölzli,

wo er 1908 zu Gast ist – bei C. G. Jung, der 1933 in der

Berliner Funkstunde die „neue Zeit“ begrüssen wird.

      Was an der ETH passiert, als Albert Einstein 1912

seine Vorlesung auf abends acht Uhr ansetzt. Und was, als Rosa

Luxemburg, um Deutsche zu werden, mit dem Sohn

ihres Zimmervermieters 1898 eine Scheinheirat eingeht.

 

Medien   „Ein dickes Buch“ NZZ

„Ein unterhaltsames Nachschlagewerk“ Tagblatt

„Geschwätz von gestern“ ZüriWoche

„Keinesfalls eine ‚Chronique scandaleuse‘“  Weltwoche

„Psychogramm einer Stadt“  TagesAnzeiger


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